Eine gemeinsame Verantwortung

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern ist im Augenblick die wichtigste Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen. Nicht wir als Deutsche oder Europäer, sondern als Menschheit müssen dieser Bedrohung solidarisch entgegentreten, auch wenn diese Solidarität bedeutet, dass wir persönlichen Kontakt mit anderen Menschen auf ein Minimum beschränken müssen. Es geht um Menschenleben. So einfach ist das. Weder wirtschaftliche Interessen noch Gewohnheitsrecht können in dieser Zeit als Ausreden dafür gelten, nicht alle Vorkehrungen zu treffen, die nötig und möglich sind, um dieses Ziel zu erreichen, das gerade alle Menschen vereint. Davon sind wir überzeugt.

Was bedeutet die aktuelle Situation für regionale Unternehmen?

So offensichtlich der Handlungsbedarf in der momentanen Lage auch ist und so notwendig die Vorkehrungen, die getroffen werden: Die Konsequenzen sind schwer abzuschätzen. Wie in allen Krisen wird es, auch wenn sich das sehr pragmatisch anhört, Gewinner und Verlierer geben. Große Versandhäuser werden vermutlich vom Social Distancing profitieren. Auf der anderen Seite stehen Gastronomie und Kulturbetrieb, für die praktisch komplette Umsatz wegbricht. Dazwischen gibt es freilich unzählige Abstufungen und angrenzende Gewerbe, die indirekt betroffen sind. So haben wir beispielsweise bereits umfangreiche Projekte im Bereich Gastronomieeinrichtung einstellen müssen, die fest eingeplant und bereits in Bearbeitung waren.

Geschlossenes Geschäft
Die Perspektive, die sich aus diesen Entwicklungen ergibt ist einigermaßen trostlos: Wenn das Virus unter Kontrolle ist und wir endlich wieder in den Alltag übergehen können, existiert unser Lieblingscafé vielleicht nicht mehr. Oder das inhabergeführte Fahrradgeschäft mit der großartigen Fachberatung. Oder der Schreiner des Vertrauens. Das ist eine Möglichkeit, der wir uns alle bewusst sein sollten. Und wir sollten, natürlich wohlüberlegt und ohne unnötige Risiken einzugehen, alles daran setzen, Wege zu finden, das zu bewahren was uns wichtig ist, damit es – so hart das klingen mag – auch ein Alltagsleben gibt, zu dem wir zurückkehren können.

Mit Solidarität und Erfindunggeist durch die Krise

Dieser Artikel ist kein Spendenaufruf. Kein Betteln um Almosen. Er ist ein Appell an Solidarität und Erfindungsgeist. Wir sollten uns in diesen Tagen unserer Verantwortung als Konsumenten bewusst sein. Vielleicht, indem wir uns Tickets für eine abgesagte Veranstaltung ausnahmsweise nicht erstatten lassen oder indem wir uns darüber informieren, ob regionale Unternehmen über Online-Shops oder eine telefonische Kundenberatung verfügen. Als regionale Unternehmer sollten wir uns nicht der Verantwortung entziehen, Mittel und Wege zu finden, wie wir Herr dieser Ausnahmesituation werden können und unseren Kunden Möglichkeiten anbieten, uns zu unterstützen und unsere Leistungen in Anspruch zu nehmen. Möglicherweise müssen Prozesse neu gedacht, Strukturen geschaffen oder ganz neue Leistungen entwickelt werden. Das kann sich freilich von Branche zu Branche stark unterscheiden.

Zahnräder repräsentieren Solidarität und Erfindungsgeist

Unser Logbuch

Wir haben uns dazu entschieden, im folgenden Logbuch unsere Wahrnehmung der Geschehnisse zu schildern und die Maßnahmen zu dokumentieren, die wir tagtäglich ergreifen um mit der momentanen Lage umzugehen. Diese reichen von Sicherheitsvorkehrungen bis hin zur Etablierung neuer Prozesse. Wir hoffen damit vielleicht den einen oder anderen wertvollen Impuls für andere Unternehmen wie auch Kunden zu setzen und ihnen einen Einblick in unseren sich dieser Tage stark verändernden Arbeitsalltag zu gewähren. Oder noch besser: Einen offenen Austausch zu ermöglichen, in dem Maßnahmen diskutiert und Kundenbedürfnisse geäußert werden können. Deshalb haben wir am Ende des Logs die Kommentarfunktion aktiviert. Wir sind freuen uns auf Ihre Beiträge zum Thema!

2. Juni 2020

  • Die Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Zugleich fällt der Startschuss für den Innenausbau eines Karlsruher Fitnessstudios.
  • Ausführliches Gespräch mit unserem Marketingpartner Beyond Sports. Aufgrund des Veranstaltungsverbots wird es in diesem Jahr keine Events mehr geben. Der Jahresplan muss komplett neu aufgebaut werden. Wir können uns aber schon einmal auf das erste Veranstaltungs-Highlight mit Stargast im April 2021 freuen.

29. Mai 2020

Endlich wird das Kurzarbeitergeld bewilligt. Ein ziemliches Durcheinander war das. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Antrag durch jede einzelne Hand auf dem Amt gehen musste und dass unser Sachbearbeiter nicht den unbedingt den Überblick über die Sachlage hat. Wenngleich er das nicht zugeben möchte.

28. Mai 2020

  • Unsere neue Praktikantin im Bereich Marketing kommt zur Vertragsunterzeichnung. Sie berichtet davon, wie sich der Uni-Alltag verändert hat. Gruppenarbeiten beispielsweise werden via Videochat bewältigt.
  • Endabnahme eines Projekts, das zu Beginn des Lockdowns fertiggestellt wurde. Seinerzeit standen alle Beteiligten unter einem gewissen Fertigstellungsdruck. Dies hat sicherlich auch die Kundenbeziehung nicht direkt verbessert.

27. Mai 2020

  • Projektbesprechung: Ein storniertes Gastronomieausbau-Vorhaben wird wieder angestoßen. Auch hier geht es langsam weiter. Allerdings mit geringerem Budget.
  • Unser Werkstudent erhält eine Schulung in Pytha, unserem CAD-Programm. Die findet bereits seit Jahren via Videokonferenz statt. Das ist jetzt besonders praktisch.

26. Mai 2020

Heute ist Personalabrechnung angesagt. Die gestaltet sich langsam wieder einfacher. Ein Ende der Kurzarbeit ist in Sicht.

22. Mai 2020

Workshop der Geschäftsleitung: Wie jedes Jahr nehmen wir uns die Zeit und besprechen bei einem Ausflug alle Betriebsprozesse. Aufgrund der Krise gibt es besonders viel Gesprächsstoff: Personalveränderung, Umstrukturierung des Marketings und natürlich die Ausstellung. Wir erkunden bei der Gelegenheit Ettlingen abseits der Wege, auf denen wir uns seit mittlerweile über einem Jahr bewegen. Endstation: Wattkopf. Ein Wunderbarer Aussichtspunkt, an dem wir uns eine ganze Weile aufhalten, bevor wir zu unserem Firmensitz in der Rheinstraße zurückkehren.

19. Mai 2020

  • Kurzarbeitergeld wurde aufgrund eines Formfehlers abgelehnt. Trotz Absprache mit dem Amt. Die Lösung ist eine Neueinteilung der Mitarbeiter in Abteilungen. Auf dem Papier. Irgendwie typisch deutsch.
  • Aufmaß für ein neues Praxisausbau-Projekt. In sechs Wochen soll bereits alles eingebaut sein. Ein ambitionierter Zeitplan.

18. Mai 2020

  • Heute ist wieder Beratungsmarathon angesagt. Im Akkord werden Flächen desinfiziert.
  • Lockerungen für die Gastronomie: Unter strengen Auflagen darf wieder geöffnet werden.

16. Mai 2020

  • Wir erhalten den Auftrag für den Ausbau einer Arztpraxis. Der Zeitplan ist eng aber es überwiegt die Freue über ein umfangreiches Projekt.
  • Corona scheint immer mehr in den Hintergrund zu treten, denn die Lockerungen führen in vielen Bereichen zu fast ganz normalen Verhältnissen. Ist das die Ruhe vor dem wirtschaftlichen Sturm?

13. Mai 2020

Der Außendienst von Quooker kommt in der Ausstellung ein. Im Rahmen einer kleinen Personalschulung wird die neue Premiumküche mit Kochend-Wasserhahn eingeweiht.

12. Mai 2020

Statt der Elefantenrunde aus Geschäftsleitung, Steuerberatung und Unternehmensberatung genügt heute ein Gespräch zwischen einem Geschäftsführer und dem Steuerbüro. Das Vermeiden umfangreicher persönlicher Termine aus Gesundheitsgründen wirkt sich hier eigentlich positiv aus: Ein weiterer Prozess wurde deutlich vereinfacht.

8. Mai 2020

  • Unser Marketing Manager ist seit Beginn des Lockdowns zum ersten Mal wieder persönlich vor Ort. Schön ihn mal wieder zu sehen.
  • Wir führen ein Bewerbungsgespräch mit einer Praktikantin im Bereich Marketing. Schnell kommt die Frage auf. “Wie ist das mit dem Home Office? Wer lernt mich denn dann ein?” Im August sollten wir jedoch hoffentlich die Betreuung vor Ort möglich machen können. In jedem Fall würden wir uns über eine Zusammenarbeit über 6 Monate freuen.

7. Mai 2020

  • Erster Besuch des Poggenpohl-Außendienst seit Fertigstellung der Küche und Insolvenz. Naja, nennen wir es lieber Boxenstopp: Es gibt bereits 40 Interessenten. Das stimmt uns zuversichtlich.
  • Langes Gespräch mit der Teamassistenz zum Thema Arbeitsstruktur. Kurzarbeit und die zeitliche Trennung in Schichten bringt neue organisatorische Herausforderungen.

6. Mai 2020

  • Berlin überträgt die Verantwortungen hinsichtlich weiterer Lockerungen an die Länder. Wenn das mal kein Chaos gibt.
  • Heute haben wir wieder ein umfangreiches Beratungsgespräch am Telefon. Ist mittlerweile eigentlich nichts Besonderes mehr.

5. Mai 2020

  • Unser externer Konstrukteur ist mal wieder zu Besuch. Das letzte Mal haben wir uns vor 3 Jahren gesehen. Hier ist die Telearbeit eigentlich der Normalfall.
  • Ein Konstrukteur für den Küchenbereich stellt sich vor. Da wir in diesem Sektor jetzt verstärkt agieren wollen, wird Unterstützung langfristig nötig werden.

2. Mai 2020

Erstes Beratungsgespräch in der neuen Premiumküche.

30. April 2020

Die Showküche wird mit Hochdruck fertig gestellt. Sie soll am Samstag bereits Kunden präsentiert werden.

29. April 2020

  • Personalbesprechung wird hoch komplex. Ausscheidende Mitarbeiter, Kurzarbeit, Krankheit. Alles kommt zusammen.
  • Beratungsmarathon für Herrn Margrander: 4 Kunden an einem Tag.
  • Wir denken darüber nach den ersten Schwung an Aufträgen mit externen Mitarbeitern für Montage, Küchenplanung und Konstruktion zu stemmen.

28. April 2020

  • Kurzarbeit ist ein sperriges Thema. Dreimal bei der Agentur für Arbeit angerufen. Drei widersprüchliche Aussagen erhalten.
  • Weitere Überlegungen zur Digitalisierung interner Prozesse und zur Eröffnung neuer Kommunikationswege. Wir testen verschiedene Tools.
  • Auftrag für ein Gastronomieprojekt in Heilbronn. Das freut uns sehr. Auch wenn unklar ist, ob die Beschränkungen die für Mai geplante Eröffnung zulassen werden.

27. April 2020

  • Unser Partner Poggenpohl meldet Insolvenz an. Das ist ein ziemlicher Schock. Aber wir waren selten so froh, dass dir nicht von einer einzelnen Marke abhängig sind.
  • Atemschutzmasken sind ab heute Pflicht in Supermärkten.

22. April 2020

  • Videokonferenz mit dem Unternehmensberater. Bislang waren das immer wichtige Termine bei uns im Haus.

21. April 2020

  • Wir beginnen mit der Montage unserer neuen Ausstellungsküche. Eigentlich hätte eine Montageschulung stattfinden sollen. Leider kann der Poggenpohl Hausmonteur aufgrund der aktuellen Lage nicht kommen. Aber wir bekommen das natürlich auch alleine hin.
  • Zum Mittag gibt es Pizza für alle, die momentan nicht im Home Office sind. Schön mal wieder ein bisschen Team-Gefühl zwischendurch zu haben.
  • Ein Privatkunde entscheidet sich für eine unserer Küchen.

20. April 2020

  • Besprechung mit der Personalbuchhaltung. Momentan herrscht auch bei der Abrechnung Ausnahmezustand.
  • Heute gibt es wieder einen Beratungstermin in der Ausstellung. Natürlich tun wir weiterhin alles dafür, dass Hygienebestimmungen eingehalten werden.
  • Leerlauf produktiv nutzen: Heute werden die Steinplatten für die neue Poggenpohl Küche vorbereitet.

18. April 2020

  • Beratungstermin zur Küchenplanung vor Ort.

17. April 2020

  • Die Landesregierung gibt die Verhaltensregeln zur Öffnung der Ladengeschäfte bekannt. Kindergärten und Schulen bleiben weiter geschlossen.
  • Ein halber Tag im Home Office: Kinderbetreuung zu organisieren ist dieser Tage nicht immer ganz so einfach.
  • Online Vortrag aus dem Beyond Sports Netzwerk zum Thema Marketing in der Krise und wie man den Kontakt zum Kunden nicht verliert.

16. April 2020

  • Ein Mitarbeiter steht 1,5 Stunden lang in der etwa 100 Meter langen Schlange bei der Post, um ein Paket abzugeben. Sevcurity sorgt für Ordnung.

15. April 2020

  • Manchmal wird es einem leider nicht ganz einfach gemacht, bei der Montage die Sicherheitsabstände einzuhalten. Heute sind wegen Termindrucks alle Gewerke zugleich vor Ort. Wir geben unser Bestes.
  • Die Mitteilung der Regierung stimmt zuversichtlich. Ab Montag dürfen einige Geschäfte wieder öffnen. Es ist zwar noch weit von Normalität entfernt, aber ein kleiner Lichtblick ist es doch.

14. April 2020

  • Premiere: Heute haben wir das erste Mal einem Kunden mit KPS, unserer neuen Küchenplanungssoftware seine Küche präsentiert. Das kam sehr gut an und lässt sich praktischerweise auch online umsetzen.
  • Die Rückwand für unsere neue Poggenpohl +MODO Showküche wird gestrichen. Das Grau sieht richtig gut aus.
  • Unsere Zulieferer kämpfen teilweise auch mit Rückschlägen. Alles verzögert sich, sodass wir erst um 19:00 das Material für die morgige Montage beim Lieferanten einladen können.

9. April 2020

  • Besonders wichtige Projektbesprechungen werden in der Ausstellung durchgeführt. Abstände werden eingehalten und vor und alles vor und nach dem Meeting desinfiziert.
  • Wie jedes Jahr bekommt jeder Mitarbeiter eine Kleinigkeit zu Ostern. Natürlich werden auch die Kollegen im Home Office nicht vergessen: Das Osternest kommt mit der Post.

8. April 2020

  • Die ersten Produkte gehen bei den Ettlinger Platzhirschen online. Jetzt haben wir auch einen Online Shop.
  • Gleichzeitige Anlieferung unserer Poggenpohl Küche für die Ausstellung und der dazugehörigen Natursteinplatte. Ein echtes Highlight. Können kaum erwarten das gute Stück aufzubauen.
  • Für ein Projekt wurde der falsche Lack angeliefert. Normalerweise ist so etwas innerhalb eines Tages lösbar, jedoch steht beim Lieferanten die Mischanlage still. Kurzarbeit. Damit können wir den Fertigstellungstermin nicht mehr einhalten.

7. April 2020

  • Ein Mitarbeiter gibt seine Sachen ab. Leider mussten wir uns von zwei Angestellten trennen.
  • Zwischendurch mal wieder etwas ganz Normales: Projektabnahme mit Kunden und Architektin.

6. April 2020

  • Die Soforthilfe wurde bewilligt. Das macht Mut und motiviert direkt noch ein wenig mehr.
  • Die Bundesregierung beschließt die Bürgschaft zu 100% über die KfW abzusichern. Der einzig sinnvolle Schritt. So bekommen viele Firmen überhaupt erst die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen.
  • Herr Scholz gibt ein Interview im Heutejournal, das zumindest den Eindruck erweckt, man habe einen zielführenden Plan. Gerade im Vergleich zu dem, was man aus den USA, Brasilien oder UK mitbekommt ist es doch recht beruhigend das Gefühl zu haben, dass konsequente, nachvollziehbare Schritte unternommen werden.
  • Unsere neue Poggenpohl Küche für die Ausstellung scheint an der Grenze festzustecken. Ihre Reise begann in Italien.
  • Angebotsbesprechung im vollkommen leeren Fitnessstudio. Einigermaßen befremdlich.
  • Neuauftrag Arztpraxis. Viel Gewinn werden wir hier wohl nicht machen. Aber immerhin gewährleistet das Projekt 120 weitere Stunden ohne Kurzarbeit.

5. April 2020

Heute ist abschalten angesagt. Möglichst wenig Medienkonsum und stattdessen die Zeit mit der Familie genießen.

4. April 2020

Zeit ein neues Projektmanagement-Tool zu implementieren. Jetzt zahlt sich aus, dass wir unser IT-System im vergangenen Jahr generalüberholt haben: Alle Benutzer können bequem zentral von außerhalb eingerichtet werden, ohne jemanden bei der Arbeit zu stören.

3. April 2020

  • Heute ist es wirklich ruhig im Büro. Eigentlich auch mal ganz angenehm, wenn man ohne besondere Überraschungen die To Do-Liste abarbeiten kann.
  • Schließlich ergibt sich doch noch ein Gespräch. Ein Kunde berichtet, davon dass seine Baustelle stillsteht, da vor der Krise ausgesuchte Fliesen aus Italien momentan nicht geliefert werden können.

2. April 2020

  • Austausch mit Beyond Sports, dem Business-Netzwerk, dem wir angehören. Auch hier ist gerade Kreativität gefragt, denn eigentlich lebt das Netzwerk von Events und persönlichen Kontakten. Gemeinsam überlegen wir, wie man trotz Social Distancing einen Mehrwert für die Mitglieder generieren könnte.
  • Auch wenn wir alles tun, um gut durch diese Krise zu kommen: Ein paar personelle Veränderungen waren schließlich doch nötig. Diese wurden heute mit allen Mitarbeitern kommuniziert. Hier machen sich die Nachteile des Home Office bemerkbar, denn statt einer einmaligen Ansprache waren mehrere Telefonate nötig.
  • Wir sind jetzt Ettlinger Platzhirsche! Eine tolle Initiative, die Ettlinger Unternehmen richtig gute Möglichkeiten gibt, sich online zu präsentieren und direkt über einen Online-Marktplatz zu verkaufen. Wir werden in den nächsten Tagen damit beginnen, unseren Platzhirsche-Shop zu füllen. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbei zu schauen.

1. April 2020

Kundengespräch vor Ort. Schränke werden bestellt.

31. März 2020

  • Beim Kunden sind selbstverständlich Vorsichtsmaßnahmen angesagt. Auch der Mundschutz gehört nun zur Grundausrüstung unserer Monteure.
  • 3D-Aufmaß im Freien. Beauftragt hat uns ein befreundeter Metallbauer. Der greift immer wieder gerne auf diese Dienstleistung zurück. Hier draußen fällt es erfreulich leicht, Sicherheitsabstände einzuhalten.
  • Wir unterschreiben den Neff Collection-Partnervertrag. Damit gesellt sich Neff zu unserem Handelspartner-Repertoire, zu dem bereits Poggenpohl, Miele, Gaggenau, Quooker, Schüller, BORA und Frost zählen.

30. März 2020

  • Wie jeden Montag geht es mit der Teambesprechung los. Die war selten so kurz. Man merkt doch, dass es weniger zu besprechen gibt.
  • Ein Mitarbeiter ist heute damit beschäftigt, unsere Ausstellung weiter auszubauen. Heute ist Wände spachteln angesagt.
  • Zwei Monteure sind heute auf der Baustelle unterwegs.
  • Wir treten dem lokalen Marktplatz Ettlinger Platzhirsche bei. So können wir uns nicht nur besser in der Region präsentieren, sondern hoffentlich auch mit Unternehmen in der Gegend vernetzen.

29. März 2020

Die erste Anfrage über unser Schnellanfrage-Formular für Innentüren kommt rein. Und das sonntags. Das Formular ging erst vergangene Woche online.

28. März 2020

In diesen zeigt sich, wie wichtig Digitalisierung wirklich ist. Deshalb investieren wir einiges an frei gewordener Arbeitszeit in die Verbesserung unserer digitalen Prozesse. Heute wird ein neues Aufgaben-Tool vorbereitet.

27. März 2020

  • Uns erreicht die erste Online-Projektanfrage seit einer Woche. Hoffentlich ist das kein Einzelfall.
  • Die Kundenkommunikation hat sich stark gewandelt. Aber es funktioniert. Über Telefon und Skype lässt sich das meiste abbilden.
  • Kurios: Unser Lieferant berichtet von Plattenmaterial-Hamsterkäufen. Scheinbar horten manche Schreinereien nun bereits Werkstoffe.
  • Die zweite Online-Anfrage kommt rein. Vielleicht ist das ja ein Trend…

26. März 2020

  • Wir beantragen das Soforthilfepaket der Bundesregierung.
  • Die Geschäftsleitung verabschiedet einen Liquiditätsmaßnahmen-Katalog. Ab dem ersten April gehen Teile der Mitarbeiter in Kurzarbeit.
  • meinKa hat heute einen Bericht über lokale Unternehmen und deren Strategien veröffentlicht, Ihre Service weiterhin online, telefonisch oder via Lieferdienst anzubieten.

25. März 2020

  • Ab heute Abend können die Soforthilfen für Kleinunternehmer beim Land Baden-Württemberg online beantragt werden.
  • Nicht alle Objektausbau-Projekte liegen auf Eis. Im Auftrag eines Architekten zeichnen wir mittels 3D-Aufmaßsystem Laufschienen für elektrische Schiebetüren in einer Volksbank-Filiale an. Auf der Baustelle gelten seit Freitag strenge Verhaltensregeln und Sicherheitsbestimmungen, die sich an den Empfehlungen des RKI orientieren.
  • Das Telefon hat heute genau zweimal geklingelt. Gespenstisch.
  • Wir nutzen die Zeit, um weiter an unserer Ausstellung zu arbeiten und uns in eine neue Küchenplanungssoftware einzuarbeiten.

24. März 2020

  • Umfangreiches Telefonat mit dem Gesundheitsamt: Wie haben wir als Unternehmen im Ernstfall vorzugehen? Solche Fragen klärt man besser im Voraus.
  • Ein weiteres Großprojekt wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Letzte Woche war sich der Auftraggeber noch sicher, dass er den Umbau seines Shops durchziehen wird.
  • Unsere Teamassistentinnen arbeiten jetzt in zwei Schichten, um Kontakte weiter zu reduzieren. So sind wir maximal zu viert im Büro.
  • Alle Kunden, deren Termine abgesagt werden mussten werden heute abtelefoniert. Die Leute freuen sich, dass wir Ihnen Beratungstermine via Telefon und Skype anbieten können. Es geht weiter.

23. März 2020

  • In der Teambesprechung sind wir deutlich weniger Mitarbeiter als noch in der Vorwoche. Das fühlt sich schon sehr seltsam an, ist aber vor dem aktuellen Hintergrund natürlich gut und richtig. Auf der Tagesordnung stehen Hygiene, Kontaktvermeidung bei der Montage und sonstige Vorsichtsmaßnahmen. Zudem werden Arbeitsbescheinigungen ausgehändigt und per Post an die nicht anwesenden verschickt, um im Falle einer Kontrolle den Arbeitsplatz nachzuweisen.
  • Die Tickets für unseren Flug nach Mailand wurden heute erstattet. Eigentlich wäre dieses Jahr wieder ein Besuch auf der dortigen Möbelmesse angesagt gewesen, die nun freilich nicht mehr stattfindet.
  • Gerade haben wir eine Verlademitteilung von Poggenpohl erhalten. Unsere neue Showküche beginnt morgen ihre Reise in unsere Ausstellung. Wir freuen uns schon sehr darauf, dieses neue Highlight bei uns zu präsentieren. Schade, dass wir in nächster Zeit niemanden in der Ausstellung empfangen können.
  • Der Bund beschließt Soforthilfen für Kleinunternehmer von bis zu 30.000€ als nicht rückzahlbare Zuschüsse. Außerdem soll Mietern in Zeiten der Krise nicht gekündigt werden können, wenn sie im Zahlungsrückstand sind. Wir sind froh, dass dies so schnell auf den Weg gebracht wurde. Sicherlich ist das nicht die Rettung, verspricht aber zumindest etwas mehr Sicherheit und Linderung.

22. März 2020

  • Heute findet die große Konferenz der Ministerpräsidenten statt. Wir sind gespannt auf welche allgemein verbindlichen Regelungen sich Bund und Länder einigen.
  • Wir atmen auf, als wir erfahren, dass die bundesweiten Regelungen für uns keine signifikante Beeinträchtigung bedeuten. Es wird erst einmal keine Ausgangssperre geben.

21. März 2020

  • Heute ist für die Geschäftsleitung Home Office angesagt.
  • Seit 0:00 Uhr ist in Bayern die Ausgangssperre in Kraft. Schwer zu sagen, ob das der richtige Weg ist. Theoretisch sollte es kaum einen Unterschied machen, die Vorstellung fühlt sich dennoch etwas beklemmend an.
  • Die erste Stunde steht ganz im Zeichen der Krisenbewältigung: Man verschafft sich einen Überblick über die aktuelle Situation und Hilfspakete.
  • Personal- und Dienstplanung wird angepasst: Solange wir noch im Büro arbeiten können, werden an den möglichen Positionen Schichten eingeführt, um Kontakt zu minimieren. Die Zeit, die Mitarbeiter vor Ort verbringen müssen, wird auf ein Minimum reduziert.
  • In der kommenden Woche wird weiterhin Liegengebliebenes aufgearbeitet. Anfragen aus dem Bestand werden bearbeitet und Wege zum Generieren von neuen Anfragen werden erarbeitet.
  • Eine Vernetzung mit regionalen Unternehmen könnte viel bewirken. Wir werden uns in der kommenden Woche überlegen, wie das konkret aussehen könnte.

20. März 2020

  • Einen positiven Aspekt hat die Lage: Einige liegengebliebene Aufgaben können jetzt angegangen werden. Wir überarbeiten gerade zum Beispiel interne Prozesse zur Qualitätssicherung.
  • Wir haben die Ausstellung auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Beratung erfolgt ab jetzt auf unbestimmte Zeit nur noch telefonisch, per Mail oder Skype.
  • Heute gibt es mal wieder einen Social Media-Post, der sich nur um Innenausbau dreht. Etwas Normalität im News-Feed kann nicht schaden.
  • Restmontage in einer Arztpraxis. Dieser Tage irgendwie befremdlich.

19. März 2020

  • Die letzten Termine werden per Mail storniert.
  • Eine Mitarbeiterin hat beim örtlichen Buchladen etwas per E-Mail bestellt. Lieferung erfolgt per DHL. Schön zu sehen, dass neue Wege beschritten werden.
  • Alle sind erleichtert, dass mit der Ansprache der Kanzlerin keine weiteren Einschränkungen angekündigt wurden. Wir freuen uns, dass die Arbeit bis auf weiteres “normal” weitergehen kann.
  • Die Mitarbeiter im Büro und zu Hause sind weiterhin mit Planung und Verwaltung beschäftigt. Die Mitarbeiter, die weniger zu tun haben, feiern Überstunden ab.
  • Möbel müssen ausgeliefert werden. Der Kunde hat sich nach einem Aufenthalt in Südtirol selbst unter Quarantäne gestellt. Sicherheitsvorkehrungen wurden mit den Monteuren und dem Kunden besprochen und eine Lösung gefunden, wie die Möbel dennoch geliefert werden können. Auf den direkten Kundenkontakt, auf den wir normalerweise Wert legen, muss dieser Tage jedoch unbedingt verzichtet werden.
  • Zum Abschluss des Arbeitstags gab es ein Feierabendbier in kleiner Runde. Das ist aktuell das Maximum an sozialer Interaktion.

18. März 2020

  • Ein weiterer Mitarbeiter wird ins Home Office geschickt. Regelungen werden ausgearbeitet.
  • Alle Marketingveranstaltungen werden abgesagt oder verschoben.
  • Die Schließung des Einzelhandels gibt dem allgemeinen Gefühl eine neue Qualität.
  • Das Radio bleibt heute aus. Die Dauerberichterstattung, wenngleich wichtig, macht es schwer, sich auf die Arbeit zu konzentrieren.
  • Aufmaßtermine und Lieferzeiten können nur noch unter Vorbehalt bestätigt werden.
  • Das Telefon klingelt nur noch sporadisch. Heute ist der erste Tag seit sehr langer Zeit, an dem keine neue Projektanfrage hereinkommt.
  • Planungsarbeit und Projektbetreuung laufen auf Hochtouren. Noch werfen unsere Bestandsanfragen in diesem Bereich genug Arbeit ab.
  • Mitarbeiter unterschreiben die Information zur Kurzarbeit. Manche der Mitarbeiter, die zu Hause geblieben sind, haben dort jedoch keinen Zugriff auf einen Drucker. Der wäre aber notwendig. Da wird einem direkt wieder bewusst, dass in Sachen Digitalisierung noch Einiges zu leisten ist.
  • Alle warten gespannt auf Frau Merkels Ansprache heute Abend. Einige halten es für wahrscheinlich, dass nun der Shutdown kommt.

17. März 2020

  • Schwangere Mitarbeiterin erhält vorsichtshalber ein Beschäftigungsverbot.
  • E-Mail-Postfächer sind voll von Nachrichten zur momentanen Lage: Informationen von Geschäftspartnern sowie Gesundheitswünsche von Freunden und Bekannten.
  • Kurzarbeit wird prophylaktisch schon einmal angemeldet. Wir hoffen natürlich, dass es nicht nötig wird.
  • Es gibt aber auch Positives: Ein Aufmaßtermin kann wie geplant durchgeführt werden, ein Kunde aus dem Shopbereich beteuert, dass er weiterhin willens ist, sein Projekt durchzuziehen und uns erreichen tatsächlich neue Projekt-Anfragen: Ein Privatkunde benötigt Einbauschränke und ein Bestandskunde plant den Umbau eines Fitnessstudios, das bis Mitte Juni geschlossen bleiben muss.

16. März 2020

  • Direkt zu Arbeitsbeginn findet eine Teambesprechung statt, in der die Mitarbeiter für die empfohlenen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen sensibilisiert und über die geplanten Schritte informiert werden.
  • Das Thema bestimmt nun alles. Arbeit wie Privatgespräche. Jeder ist direkt betroffen.
  • Unser IT-Partner richtet an allen Computern einen VPN-Zugang ein, um Mitarbeitern im Home Office den Zugriff auf unseren Server zu ermöglichen.
  • Geschäftsleitung und Arbeitsamt führen erste Gespräche über Kurzarbeit.
  • Ein großes Gastronomie-Projekt wird storniert. Der Kunde verbucht Umsatzeinbußen von etwa 70% innerhalb der letzten 1,5 Wochen.
  • Der erste Mitarbeiter nimmt nach Feierabend seinen PC mit nach Hause. Ab morgen wird er von dort aus arbeiten.

15. März 2020

Krisentelefonat der Geschäftsleitung. Erste konkrete Maßnahmen werden beschlossen: Information der Mitarbeiter, Schaffung technischer Voraussetzungen für Home Office und Anberaumung einer Teambesprechung.

14. März 2020

Gestern hat die Bundesregierung die Schließung der KiTas von Montag an verkündet. Die Situation wird mit den betroffenen Mitarbeitern telefonisch besprochen, um eine Grundlage für individuelle Lösungen zu schaffen.

5. März 2020

  • Der Ernst der Lage wird immer stärker spürbar: Zur Berichterstattung aus Italien gesellen sich Bekannte, die bereits von zu Hause aus arbeiten.
  • Ein Kunde aus dem Gastronomiesektor gesteht im Gespräch seine Angst vor den Kommenden Entwicklungen und möglichen Umsatzeinbußen. Eine Stornierung des Projekts wäre auch für uns ein schwerer Schlag.

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