Projektbeschreibung

Ein besonders spannendes Gastronomie-Projekt

Was lange währt, wird endlich gut. So oder so ähnlich könnte man dieses Projekt wohl überschreiben. Tatsächlich lag die Anfrage für eine komplett neue Gastronomieeinrichtung in einem Teil der Watt’s Brasserie schon 2019 bei uns auf dem Tisch. Mit Feuereifer machten wir uns an die Bearbeitung, vereinbarten Beratungstermine mit dem Betreiber, erarbeiteten ein Konzept und bestellten Muster. Doch gerade als es richtig spannend wurde, kam der März 2020 und mit Ihm die globale Pandemie, die insbesondere für Gastronomen eine langfristige Planung unmöglich machte.

Das Projekt Kleine Brasserie wurde also auf Eis gelegt und wir befürchteten schon, dass unsere Entwürfe nun in einer Schublade verstauben müssten. Zum Glück kam es aber anders: Im Frühjahr 2021 bekamen wir grünes Licht vom Kunden, die Arbeit wiederaufzunehmen. Und nun können wir endlich das Ergebnis präsentieren. Und natürlich, wie es überhaupt zustande gekommen ist. Denn das ist ja vielleicht das Interessanteste an so einem Gastronomieeinrichtungs-Projekt.

Gastronomieeinrichtung mit Stühlen und Tischen von Schnieder

Innenarchitektur für die Gastronomie

Nach der Anfrage kommt die Beratung. Da ist es im Grunde unerheblich, ob es um die Konzeption einer Einbauküche oder eines Restaurants geht. Nachdem wir uns einen Begriff von der Vision des Kunden gemacht und im Rahmen einer professionellen Bedarfsanalyse die technischen und allgemeinen praktischen Anforderungen an die kleine Brasserie ermittelt hatten, ging es an die ersten Entwürfe. Ergänzend zur ersten groben Planung am Grundriss fertigten wir vor Ort ein 3D-Aufmaß an, das die Grundlage für die Entwurfsplanung und Visualisierung bilden sollte.

Nun ging es daran, das Konzept mit Leben zu füllen: Auf Lichtplanung und Farbberatung folgte eine ausgiebige Bemusterung unter Zuhilfenahme einiger Handskizzen. Dabei wurden Stoffe, Holz und sonstige Materialien ausgewählt, die die Innenarchitektur der kleinen Brasserie bestimmen sollten. Die Wahl fiel schließlich auf eine Kombination aus Eiche mit grünen und grauen Sitzpolstern sowie Kissen in gedecktem orange, grün und gelb. Und natürlich durfte auch eine technische Beratung nicht fehlen. Schließlich galt es, die optimale Gastronomietechnik für die Anforderungen des Watt’s zu liefern.

Gastronomieeinrichtung mit Stühlen und Tischen von Schnieder

Voraussetzungen schaffen

Da die Räumlichkeiten, in denen die kleine Brasserie entstehen sollte, bislang anderweitig genutzt worden waren, gab es hier einiges an Vorarbeit zu leisten. Zuerst wurde die gesamte Einrichtung inklusive Theke und Einbaumöbel entfernt. Nachdem die Bauteile fachgerecht entsorgt worden waren, wurden die Räumlichkeiten auf den Innenausbau vorbereitet. In dieser Phase bestand unsere Aufgabe nicht nur in der Montage, sondern auch in der Koordination der Gewerke auf der Baustelle.

Zunächst wurden Trockenbauwände eingezogen, um die Raumstruktur zu optimieren. Die Sichtflächen wurden verspachtelt und gestrichen. Dann wurde eine abgehängte Gipskartondecke auf einer Fläche von 35m² installiert, um die Unterzüge zu verkleiden. Nach deren Anstrich mit Dispersionsfarbe wurden zwei Akustikdeckensegel angebracht. Diese verbessern nicht nur den Raumklang, sondern verleihen der Decke auch eine interessante Textur.

Wandverkleidung & Kamin

In Projekten, die wir als Komplettanbieter realisieren, sind die Übergänge zwischen Trockenbau und Innenausbau oft fließend, da Prozesse optimal abgestimmt werden können. Im Watt’s wurden die ersten funktionalen Elemente und Einbaumöbel zusammen mit der Wandverkleidung montiert. in eine Wandeinfassung im Gastraum wurde ein EcoSmart Fire Kamin integriert, über dem nun ein Gemälde, ein hochgeschätztes Familienerbstück seinen prominenten Platz gefunden hat.

Einbauschrank im Durchgang

Die Nische im Durchgang wurde mit einem raumhohen Einbauschrank ausgefüllt, der aus drei Elementen besteht: Dem Serviceschrank mit offenem Regal, einem Vitrinenschrank und einem 100mm tiefen Abschlusselement, das links über die Nische heraussteht.

Der Serviceschrank ist mit drei Tip On-Schubladen ausgestattet. Darüber befindet sich ein offenes Fach mit zwei höhenverstellbaren Fachböden. Der untere Teil des Vitrinenschranks bietet jede Menge Stauraum mit variablen Fachböden hinter vier Drehtüren. Darüber befindet sich das Vitrinenelement mit zwei Glasdrehtüren und zwei Fachböden aus 6mm starkem Parsolglas in bronze, das von seitlich angebrachten LEDs ausgeleuchtet wird. Links davon befindet sich ein weiteres offenes Fach mit verstellbaren Regalböden. Alle Sichtflächen sind in gebürsteter, weiß gebeizter und zweimal mit Schleiflack lackierter Eiche gehalten.

Regale im Thekenbereich

Regale an der Schanktheke

Unmittelbar über der Schanktheke haben wir ein 2,8m breites Regal mit zwei Etagen angebracht. Dieses besteht aus anthrazitfarben beschichteten Holzwerkstoffplatten, die mit schwarzen Metallkonsolen an der Wand befestigt wurden. Es bietet nicht nur jede Menge Stauraum und die notwendige Tragkraft für jede Menge Gläser sondern sorgt dank indirekter LED-Beleuchtung auch für ein angenehmes Arbeitslicht.

Rechts vom Thekenarbeitsplatz befindet sich ein weiteres Regal. Das raumhohe Regal verfügt bei einer Breite von 2,5m über insgesamt 18 Fachböden mit einer Tiefe von 28cm. Diese können dank der Wandlaufschiene variabel positioniert werden. Auch hier haben wir auf die Kombination von anthrazit und schwarzem Metall gesetzt.

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Beleuchtung

Die Wirkung der Innenarchitektur hängt maßgeblich vom Beleuchtungskonzept ab. Darum haben wir auch in der kleinen Brasserie des Watt’s großen Wert auf eine durchdachte Lichtplanung gelegt. Das Ergebnis ist eine Kombination aus insgesamt 12 richtbaren Spots zur Raumausleuchtung und acht dekorativen Pendelleuchten in Kupfer in den Bereichen der Sitzbänke. Insgesamt 12 Meter 3-Phasenschienen versorgen die Leuchten mit Strom und erlauben eine variable Positionierung. Ergänzend wurden außerdem zwei zylindrische Wandleuchten als Akzentbeleuchtung installiert.

Die gesamte Beleuchtung des Gastraums ist stufenlos dimmbar. Im Thekenbereich wurden insgesamt sechs Einbauspots in die Gipskartondecke eingelassen. Ergänzt werden diese durch insgesamt sieben Deckenaufbauleuchten hinter der Theke und zwei Pendelleuchten im Empfangsbereich. Auch die Thekenbeleuchtung lässt sich stufenlos dimmen. So ist ein einfacher Wechsel zwischen atmosphärisch sanftem Stimmungslicht und hellem Arbeitslicht jederzeit möglich.

Betonspachtel-Fläche in der Sitznischen-Rückwand

Boden & Oberflächen in Spachteltechnik

Da der alte ausgetretene Fliesenboden so gar nicht mit dem neuen Interior Design der kleinen Brasserie harmonieren wollte, musste ein neuer Bodenbelag her. Ganz klar eine Aufgabe für unsere Partner von Mapiwork, mit denen wir schon in vielen Projekten zusammengearbeitet haben. Inklusive unseres eigenen Firmensitzes. 70m² Fußboden wurden mit polymermodifiziertem Betonputz überzogen. Dieser wurde mittels Spachteltechnik auf die Fliesen aufgetragen und anschließend mit Epoxidharz versiegelt, um eine höhere Robustheit zu erzielen. Zusätzlich haben unsere Partner außerdem die Wandverkleidung, in die der Kamin eingelassen wurde und zwei Sitznischen-Rückwände mit Betonspachtel versehen.

Sitznischen, Bänke & Bestuhlung

Sitznischen

Sowohl gegenüber dem Einbauschrank im Eingangsbereich als auch im Gastraum haben wir gemütliche Sitznischen montiert, um für eine intime Atmosphäre zu sorgen. Beide bestehen aus einer schwebenden Holzrahmen-Konstruktion in Eiche und verfügen über eine Multiplex-Rückwand, die von Mapiwork mit Betonputz verspachtelt wurde. Diese kann mit drei LED-Spots angestrahlt werden, die oben in den Rahmen eingelassen wurden.

Der untere Teil des Rahmens dient als Sitzbank und wurde mit jeweils drei bequemen Sitzpolstern versehen. Rückenkissen in verschiedenen Farben und Stoffen verleihen der schlichten Konstruktion eine zusätzliche Dimension. Der Unterschied zwischen den beiden Nischen besteht in der Sitzhöhe. Während diese im Gastraum 480mm beträgt, befinden sich die Sitzpolster im Durchgang auf einer Höhe mit den die Sitzgruppe ergänzenden Thekenstühlen. Für komfortables Sitzen in dieser erhöhten Position haben wir hier eine schwarz pulverbeschichtete Fußreling installiert.

Sitzbank im Gastraum

Sitzbank im Gastraum

Entlang der stirnseitigen Wand im Gastraum erstreckt sich über 3,8m eine Sitzbank in Eiche. Die insgesamt sechs Sitzpolster der Bank wurden mit grünem Kunstleder bezogen. Auch hier sorgen Rückenkissen in verschiedenen Stoffen und Farbvarianten für eine angenehme Haptik und interessante Optik.

Stühle und Tische von Schnieder

Stühle & Tische von Schnieder

Mit der Fertigung individuell gestalteter Stühle und Tische für die Gastronomie haben wir auch im Projekt kleine Brasserie im Watt’s unseren langjährigen Partner Schnieder Stuhlfabrik beauftragt. Das Ergebnis sind drei Thekenstühle und 16 Holzstühle mit Gestellen in Eiche und festen, grauen Sitzpolstern, die sich perfekt ins Innenarchitektur-Konzept einfügen. Dazu kommen insgesamt sechs rechteckige Tische unterschiedlichen Formats sowie zwei runde Tische mit 90cm Durchmesser und drei runde Stehtische mit einem Durchmesser von 60cm. Allesamt verfügen über Tischplatten in Eiche und matt schwarze pulverbeschichtete Metallgestelle.

Bartheke mit Empfangsterminal

Die Theke

Wie in der Gastronomie üblich nimmt auch in der kleinen Brasserie des Watt’s die Theke eine zentrale Rolle ein. Allerdings nicht als klassische Bartheke, an der die Gäste direkt sitzen, sondern in erster Linie als Arbeitsplatz und Ausgangspunkt des Servicepersonals. Zugleich ist sie aber auch Empfangstheke und fungiert so als erste Anlaufstelle für eintreffende Besucher. Die Theke wurde in direkter Zusammenarbeit mit dem Barchef so konzipiert, dass sie das Personal optimal bei der Arbeit unterstützt.

Empfangstheke

Am vorgelagerten Empfangstresen auf der rechten Seite, können die Gäste sich anmelden, ohne die Laufwege des Personals zu beeinträchtigen. Die Empfangstheke besteht aus einem Sideboard, das die Oberfläche des Einbauschranks im Durchgang wiederaufnimmt: Eiche gebürstet, weiß gebeizt und mit Schleiflack lackiert. Hinter zwei Drehtüren bietet es Stauraum mit höhenverstellbaren Fachböden für Speise- und Getränkekarten.

Schanktheke mit Zapfanlage
Schanktheke mit Zapfanlage

Schanktheke

Der Schankbereich der Theke befindet sich links in der Nische, steht jedoch 15m weit in den Raum hinein. So kann der Vorsprung optimal zum Abholen von Getränken und Abliefern von Geschirr durch das Servicepersonal genutzt werden. Auf der dem Kunden zugewandten Seite ist der überstehende Teil der Schanktheke mit einer Eichenoberfläche versehen während die Fläche zum Durchgang hin mit FENIX NTM® in Anthrazit belegt ist.

Wirtsseitig befindet sich am linken Ende der Theke ein Unterschrank mit Drehtür, die einen einfachen Zugriff auf Kühltechnik und Leitungen ermöglicht. Rechts davon erstrecken sich über eine Länge von ca. 2,7m insgesamt fünf Kühlthekenelemente aus Edelstahl mit je zwei Vollauszügen, die für verschiedene Flaschengrößen vorgesehen sind. Die insgesamt 3,7m breite Abdeckplatte mit Wulstrand besteht ebenfalls aus Edelstahl. In die Platte ist ein Spülbecken mit Armatur sowie eine Tropfmulde unterhalb der Zapfanlage eingelassen.

Spültheke

Entlang der Rückwand des Thekenbereichs erstreckt sich eine zweite, L-förmige Theke. Diese beinhaltet nicht nur weitere Kühlschrank-Elemente mit Vollauszügen, sondern auch einen Geschirsspüler. Der kurze Schenkel des L geht entlang der rechten Wand in einen 1,3m breiten Unterschrank über. Dieser erlaubt mittels einer Drehtür einen problemlosen Zugriff auf die in der Ecke befindlichen Leitungen. Außerdem beinhaltert der Thekenunterschrank ein Müll-Auszug, zusätzlichen Stauraum hinter einer Drehtür und Stirnseitig offene Besteckfächer sowie vier Schubkästen für kleinere Gegenstände.

Die L-Förmige Arbeitsplatte verfügt genau wie die der Schanktheke über einen Wulstrand. Am linken Ende und in der Ecke sind jeweils Spülbecken eingelassen. Dazu kommen zwei Tropfmulden zum Abstellen von Gläsern und Spülkörben. Über dem Unterschrank befindet sich ein Durchlass, der den Anschluss der Kaffeemaschine ermöglicht.

Flaschentreppe

Natürlich darf in einer Bar eine aufwendig inszenierte Spirituosenauswahl nicht fehlen. Daher haben wir an der Rückwand des Thekenbereichs eine beleuchtete Flaschentreppe installiert. Der dahinter befindliche Spiegel aus Parsolglas lässt die Auswahl noch umfangreicher erscheinen, die von unten mittels LEDs durch eine milchige Acrylglasplatte beleuchtet wird. Besonders an der Konstruktion ist aber die unter der Flaschentreppe eingezogene zweite Ebene. Hier können – ebenfalls mittels LED-Beleuchtung in Szene gesetzt – Gläser direkt dort aufbewahrt werden, wo sie benötigt werden. Durch die unmittelbare Nähe zum Spülbereich wird so außerdem der Aufräum-Aufwand minimiert.

Weinkühlvitrine im Durchgang zum Thekenbereich

Weinkühlvitrine

Ein kleines Highlight des Thekenbereichs ist definitiv die Weinkühlvitrine mit Platz für 120 Flaschen. Diese befindet ist in die Wand rechts hinterm Empfang eingelassen. Der Clou: Nicht nur von der kleinen Brasserie aus kann mittels Doppelschiebetür auf den umluftgekühlten Weinvorrat zugegriffen werden, sondern auch vom Wintergarten auf der anderen Seite aus.

Weinkühlvitrine im Durchgang zum Thekenbereich

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Pforzheimer Str. 67
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