Volksbank Regionalfiliale, Karlsruhe Mühlburg

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Project details

  • Servicepult: freistehend mit Quarzstein-Freiformen und zwei Arbeitsplätzen
  • Sideboard im Servicebereich: mit Korpusversatz und interessanten Materialkontrasten
  • SB-Bereich: Wandverkleidung mit höchstem Sicherheitsanspruch
  • Beratungsräume: Themenräume mit Polstermöbeln und Sideboards
  • Wartebereich: zentrale Sitzgruppe mit Polsterbank und Freiform-Element
  • Teeküchen: kompakte Küchenzeilen mit viel Stauraum
  • Besprechungsbereich "KSC": Stadion-Sitzbänke, Kunstrasen und Fototapete
  • Innentüren: verschiedene Kombinationen von Holz und Glas je nach Diskretionsanspruch

Corporate Design mit Bezug zur Region

Die Regionalfiliale Mühlburg ist die zweite Volksbank-Filiale in Karlsruhe, die wir ausbauen durften. Wie bei einem Unternehmen dieses Formats zu erwarten, sind die Bestimmungen der Volksbank in Sachen Corporate Design recht eindeutig. Nichtsdestotrotz spricht aus der Innenarchitektur ein starker regionaler Bezug, ein gewisses “Dazugehören”, das auch tief im Selbstverständnis der Volksbanken verankert ist. Dies wird insbesondere von der Gestaltung der Beratungsräume getragen, die wie auch in der Niederlassung in Durlach bestimmte regionale Schwerpunktthemen aufgreift. Diese Themen sind eingelassen in ein umfassendes Innenarchitektur-Konzept, dass dem in Durlach sehr ähnlich ist. Nicht nur Farb- und Materialwahl, sondern auch ganze Gestaltungselemente vom Besprechungstisch bis zur Innentür lassen keinen Zweifel daran, dass es sich um eine Filiale der Volksbank Karlsruhe handelt. Bei näherer Betrachtung springen jedoch hier und da Details ins Auge, die weiterentwickelt wurden. So ist beispielsweise die Formensprache der Freiformen klarer und kantiger und auch die Gestaltung des Servicepults wurde überarbeitet.

Servicepult

Direkt gegenüber des SB-Bereichs trifft der Volksbank-Kunde in Karlsruhe Mühlburg auf ein Servicepult. Wie auch in Durlach ist die Front kundenseitig mit einem Paneel in waagerecht furnierter Eiche verblendet. Bei den abgerundeten Ecken fällt jedoch der deutlich geringere Radius auf, der zum allgemein kantigeren überarbeiteten Interior Design-Konzept beiträgt. Am linken und rechten Ende des Pults befindet sich jeweils eine schwarze Quarzstein-Platte, die in einer angenehmen Höhe zum Ausfüllen von Formularen im Stehen angebracht wurde. Umseitig sind zwei Arbeitsplätze angelegt, jeder mit einem weißen Korpus, der neben viel Stauraum hinter Drehtüren und abschließbaren Schubkästen auch ein kleines Podest zum bequemen Abstellen der Füße beinhaltet, das mit Teppichboden belegt ist. Für eine entsprechende Sitzhöhe sorgen extra hohe Bürostühle mit Fuß-Reling. Die Fronten der Drehtüren und Schubkästen haben die gleiche Oberfläche wie das Frontpaneel. Die schwarzen Sichtflächen verfügen über eine hochwertige und überaus robuste FENIX NTM Anti-Fingerprint-Oberfläche. Durchlässe im Innern der Theke sorgen für optimale und unsichtbare Organisation von Strom-, Netzwerk- und Telefonkabeln. Als Arbeitsplatte dient eine weiße Vollkernplatte mit schwarzer Kante, die sich über beide Arbeitsplätze erstreckt, die von uns mit hochwertigen Monitor-Haltern versehen wurden.

Sideboard im Service-Bereich

Im Rücken der beiden Servicepult-Arbeitsplätze befindet sich ein freistehendes Sideboard mit einer Gesamtbreite von  4,4 Metern. Somit steht ausreichend Stauraum zur Verfügung, um sämtliche Unterlagen, Broschüren und Arbeitsmaterialien, die im Service-Bereich benötigt werden, direkt vor Ort zu lagern. Die Konstruktion besteht aus fünf Korpora, die von einer weißen Vollkern-Arbeitsplatte mit schwarzer Kante und einem gemeinsamen Sockel zusammengehalten werden. An einer Stelle umgibt das Möbel eine Säule und an der Rückseite befindet sich ein Freiform-Paneel in horizontal furnierter Eiche, eines der charakteristischen Elemente des Innenarchitektur-Konzepts. Die einzelnen Korpora sind verschieden breit und mit verschiedenen Konfigurationen aus Schubkästen und Drehtüren ausgestattet. Drei davon bestehen aus weißem Schichtstoff mit schwarzen FENIX NTM-Fronten. Die anderen beiden sind in Eichenfurnier gehalten und nach vorne versetzt. So wird die durchgehende Front nicht nur durch Farb- und Materialkontrast gebrochen; es ergibt sich auch eine zusätzliche räumliche Tiefe aus dem Versatz.

Wie auch in Durlach muss die Wandverkleidung im SB-Bereich höchste Sicherheitsstandards erfüllen

Wandverkleidung im SB-Bereich

Im SB-Bereich stehen Funktionalität und Sicherheit im Fokus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Design ich nicht von dem in der Schwesterfiliale in Durlach unterscheidet. Die Herausforderung hier bestand vielmehr darin, mögliche Schwachstellen auszuschließen und eine Absolut robuste Wandverkleidung zu fertigen, die eventueller Gewalteinwirkung problemlos standhält. Trotz der flächenbündig eingelassenen Monitore im Kopfbereich ist es uns gelungen, höchste Sicherheitsstandards umzusetzen: Wie auch in Durlach basiert die Wandverkleidung im SB-Bereich der Volksbank Regionalfiliale Mühlburg auf dem RC4-Standard (ehemals WK4).

Der Beratungsraum Wirtschaft verortet Geschäftskunden bereits über die Inneneinrichtung im regionalen Zusammenhang.

Thematisch gestaltete Beratungsräume

Wie bereits in Durlach wird auch in Karlsruhe Mühlburg auf Zimmernummern verzichtet. Stattdessen wird auf Schlagworte wie “Wohnen”, “Wirtschaft” oder “Historie” zurückgegriffen, die thematisch in der Raumgestaltung aufgegriffen werden. Meist mit regionalem Bezug. So finden sich beispielsweise an der Wand im Beratungsraum “Wirtschaft” an der Wand Fotos von Unternehmen, die Mühlburg wirtschaftlich geprägt haben. Zum Beispiel vom 1930 in Betrieb genommen Michelin-Werk. Der Raum “Wohnen” dagegen greift das namensgebende Thema eher abstrakt auf: Gepolsterte Paneele an der Wand ergeben die Silhouette einer Sitzgruppe.

Aufwendige Wandgestaltungen mit gepolsterten Paneelen im Beratungsraum Wohnen

Polstermöbel und Besprechungstische

Abgesehen von diesen figurativen Details tragen Variationen in der Farbgestaltung und Auswahl von Bezugsstoffen bei den Polstermöbeln dazu bei, jedem Beratungsraum seinen eigenen Charakter im Kontext des Corporate Designs zu geben. Die Besprechungstische orientieren sich in ihrem Format in erster Linie an den räumlichen Gegebenheiten und sind sich in Sachen Material und Design fast alle sehr ähnlich: Tischplatten in Eichenfurnier mit abgeschrägte Zargen in matt anthrazit. Diese bilden ein optisches Gleichgewicht zum aufklappbaren Anschluss-Port in der Tischmitte. Dieser wurde nach Kundenwunsch konfiguriert und enthält neben Strom-Steckdosen auch HDMI- und Netzwerkbuchsen als Schnittstellen zu einem Kabelmanagementsystem. So können Endgeräte zu Präsentationszwecken bequem mit dem LAN der Bank und dem an der Wand montierten Monitor verbunden werden.

Werkbank-Tisch

Allein im Beratungsraum “Mühlburg”, der sich auf die Anfänge des Stadtteils zurückbesinnt, gibt es eine Abweichung vom grundsätzlichen Besprechungstisch-Design: Für diesen Raum wurde auf die dunklen abgeschrägten Zargen verzichtet und stattdessen ein Tisch im wuchtigeren Werkbank-Design gefertigt. Tische dieser Art finden sich auch in der Durlacher Regionalfiliale.

Der Beratungsraum Mühlburg besinnt sich auf die Ursprünge des Stadtteils

Sideboards

Alle Beratungsräume wurden mi Sideboards ausgestattet, in denen Büromaterialien, Broschüren und dergleichen untergebracht werden können. Die meisten Exemplare sind identisch konfiguriert: Drei Auszüge und eine Drehtür, hinter der sich Fachböden und ein innen liegender Auszug befinden, der genau einen Eurobehälter aufnehmen kann. Die Oberfläche sowohl des Korpus als auch der Fronten ist in waagerechtem Eichenfurnier gehalten, das mit weißen Farbpigmenten aufgehellt wurde. Allein die Sideboards in den Räumen “Historie” und “Wohnen” weichen etwas vom Standard ab: Ersteres ist in Halber breite ausgeführt und verfügt nur über die Auszüge. Das zweite dagegen ist etwa doppelt so breit und verfügt ausschließlich über Drehtüren (insgesamt 4). Das Design schlägt zudem die Brücke zum Service-Bereich, denn der Korpus ist in weiß mit schwarzem Sockel gehalten und obenauf ist eine Vollkernplatte mit schwarzer Kante angebracht. Von der Wand abgesetzt ist das Sideboard durch ein horizontal furniertes Freiform-Element.

Wartebereich

Mit dem Service-Bereich im Rücken können Kunden im Wartebereich der Volksbank Regionalfiliale Mühlburg auf einer bequemen Sitzbank mit Polsterrolle Platz nehmen, wie es sie auch in den Beratungsräumen gibt. Hier ist das Polstermöbel ganz in CI-Farben gehalten: Ein grober, hellgrauer Bezug für die Sitzfläche und eine glänzend blaue Polsterrolle vor dem allgegenwärtigen Eichenfurnier. Das offene Raumkonzept gewährleistet für die Wartenden einen guten Überblick, ohne gegenüber der übrigen Kundschaft auf dem Präsentierteller zu stehen. Die unmittelbar an den Wartebereich angrenzende Teeküche macht die Bewirtung der Kunden durch die Service-Mitarbeiter denkbar einfach und belebt den Raum.

Kompakte Teeküchen

Alles, was für die Kaffeepause und natürlich auch für die Bewirtung von Gästen benötigt wird, findet sich ultra kompakt in den Teeküchen der Volksbank Regionalfiliale Mühlburg. Die Ausstattung aller Teeküchen ist ungefähr identisch, bemessen sind die Küchenzeilen freilich exakt nach den Nischen, in die Sie hineingebaut wurden. Die matt schwarzen Unterschränke mit FENIX NTM Anti-Fingerprint-Oberfläche verbergen hinter Auszügen und Drehtüren einen Geschirrspüler sowie einen Einbau-Kühlschrank und Mülleimer. Ein Spülbecken und elektrische Anschlüsse für den Kaffee-Vollautomaten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Fronten der Oberschränke orientieren sich in Form und Oberfläche mit horizontal furnierter Eiche an den Freiform-Trennwänden, sodass die Küchen optimal in das Interior Design eingebettet sind. Dahinter gibt es jede Menge Stauraum für Geschirr und Vorräte. In der größten Teeküche wird zudem das Werkbank-Tisch-Thema durch eine Stehtisch-Variante in Eiche mit schwarz pulverbeschichteter Fußstange wieder aufgegriffen.

Besprechungsbereich “KSC”

In einer Karlsruher Bank, deren Slogan “Die Bank unserer Stadt” lautet, darf ein lokaler Bezug auf keinen Fall fehlen: Der zum KSC. Deshalb wurde ein Besprechungsbereich eingerichtet – quasi das Pendant zur Linie 1 in Durlach, der dem Fußballverein der Stadt und dessen Historie Tribut zollt. Etwas abgeschirmt vom Kundenbereich durch eine Trennwand findet sich hier eine Kunstrasen-Fläche mit Abschlagsmarkierung, auf der sich zwei von uns gestaltete Bänke gegenüberstehen. Diese Bestehen aus einer Metallrohr-Unterkonstruktion in matt schwarz, auf der jeweils drei Stadion-Sitzschalen montiert sind. Eine der Bänke ist fest verbau während die andere auf Rollen frei positioniert werden kann. Ebenso wie der höhenverstellbare Tisch, der inmitten des Besprechungsbereichs steht. Ein Ballnetz und eine Foto-Tapete mit jubelnden KSC-Fans darauf wecken das Gefühl man halte sich direkt im Stadion auf. Während historische Fan-Devotionalien von alten Fotografien über ein Trikot und Wimpel die historische Bedeutung des Vereins für die Stadt illustrieren.

Insgesamt wurden 14 Türen von uns eingebaut.

Innentüren

Bei einem Objekt mit vielen Räumen sowie hohen Ansprüchen an Sicherheit und Diskretion, mussten natürlich zahlreiche Innentüren eingebaut werden. Unsere Leistungen reichen von Kellerraum- und Tresorvorraumtüren, die wir aus Sicherheitsgründen freilich nicht fotografieren durften, bis hin zu Glastüren und den zahlreichen horizontal furnierten, stumpf einschlagenden Innentüren in Eiche mit matt schwarzen Beschlägen von FSB und hochwertigen TECTUS-Bändern, die sich vielerorts in den Geschäftsräumen finden. Während die Türblätter sich optisch kaum unterscheiden, variiert der Einbaukontext von Fall zu Fall. So wurde bei einigen Beratungsräumen auf Blockrahmenzargen mit Festverglasung gesetzt, die für Transparenz und Leichtigkeit im Design-Konzept sorgen. Bei den WC-Türen wurde freilich von diesem Aspekt Abstand genommen und Umfassungszargen eingesetzt. Die Innentür-Konzepte der Beratungsräume stellen verschiedene Diskretionsstufen zur Wahl: “Wohnen” bietet mit einer Glastür sogar noch zusätzliche Transparenz während “Wirtschaft” ganz darauf verzichtet, Einblicke von Außen zu gewähren.

Hochwertige Türdrücker von FSB.

Sicherheitstüren

Eine Bank hat in einigen Bereichen freilich ganz besondere Anforderungen an Innentüren. Immerhin ist Sicherheit das Geschäft einer Bank. Um diese zu gewährleisten, waren am Durchgang zum SB- und Kassenbereich spezielle Sonderkonstruktionen vonnöten. Bei den Sicherheitstüren kamen Elektromotoren zum Einsatz, die die Türen automatisch hinter einem Mitarbeiter verriegeln und höchsten Sicherheitsstandards entsprechend Eindringlinge abhalten.

Vor Ort

Volksbank Karlsruhe eG
Regionalfiliale Mühlburg
Am Entenfang 6
76185 Karlsruhe

Architekt

Alfred Lubos

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