Spannende Trends und geniale Patente von der interzum

Als Weltleitmesse für Möbelfertigung und Innenausbau gehört die interzum in Köln für uns natürlich zu den Pflichtterminen überhaupt. Mit etwas zeitlichem Abstand zu den eng getakteten Messeterminen im März ist man wieder voll aufnahmefähig und kann mit geschärftem Blick die Exponate nach den echten Perlen absuchen. Und davon haben wir auf der Kölner Innenausbau-Messe auch einige gefunden, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten. Wahrscheinlich wird das eine oder andere Produkt bald in unserer Ausstellung zu sehen sein, deren Planung sich gerade in der heißen Phase befindet. Auch dieser Umstand macht einen Messebesuch direkt noch ein wenig aufregender.

interzum ist die Weltleitmesse für Innenausbau in Köln

Supermatte Metall-Oberflächen und flächenbündige Waschbecken

Von FENIX NTM schwärmen wir spätestens seitdem wir seinerzeit einen Tisch für das Daimler AG-Projekthaus in Stuttgart geplant haben. Das spezielle Anti-Fingerprint-Nanomaterial bringt einige herausragende Eigenschaften mit, die es zur idealen Oberfläche für Arbeitsplatten jeglicher Art machen: So ist FENIX NTM unter anderem Lebensmittelecht, kratz- und hitzeresistent und thermisch reparierbar. Und auch auf Möbelfronten besticht das Material durch eine geschmackvolle Farbauswahl, weiche Haptik und geringe Lichtreflexion. Mit FENIX NTA bietet der Hersteller nun Metalloberflächen mit den gleichen Eigenschaften von der weichen Haptik bis zur Möglichkeit der thermischen Behandlung an. Und auch hier wartet man mit einer breiten Auswahl an Farbvarianten auf. Die innovative Metalloberfläche verspricht effektvolle Einsatzmöglichkeiten und wirkt so wertig und elegant, dass es uns direkt in den Fingern juckt, FENIX NTA in einem unserer Projekte zu verarbeiten.

Doch der Messestand hat noch mehr zu bieten: Passend zur Farbpalette der Anti-Fingerprint-Oberfläche FENIX NTM präsentiert der Hersteller Waschbecken. Diese sind für drei verschiedene Einbausituationen angelegt. Das definitive Highlight dabei ist der Flushmount. Anstelle das Waschbecken von oben oder unten in die Arbeitsplatte einzusetzen, wird es in flächenbündig eingesetzt, sodass der Übergang von Arbeitsplatte zu Becken praktisch nicht mehr zu sehen ist.

Geniales Beschlagssystem für Pivot-Türen aus Glas

Die folgende Entdeckung war für uns die vielleicht größte Überraschung auf der diesjährigen interzum. Voller Überzeugung alle wichtigen Hersteller von Pivot-Tür-Beschlägen zu kennen stolperten wir auf einmal über den ersten uns bekannten Anbieter mit einem wirklich überzeugenden Beschlagssystem für Pivot-Türen aus Glas. Natürlich ist es nicht so, dass es bisher unmöglich war, solche Sondertüren zu konstruieren. Wir selbst haben bereits eine Pivot-Tür mit Glasleisten aus Stahl geplant, konstruiert und eingebaut. Damals war es jedoch nötig das Türblatt samt der Aufnahme für Standard-Pivot-Tür-Beschläge von Grund auf zu konzipieren und fertigen zu lassen. Mit dem speziellen Beschlagssystem und den konfektionierbaren Rahmenprofilen, die uns auf der interzum vorgestellt wurden, werden Pivot-Türen aus Glas in Zukunft weniger planungsintensiv, sodass wir sie günstiger anbieten können. Denn nach einem einstündigen Gespräch mit dem Firmenchef am Messestand, war für uns vollkommen klar, dass wir das Beschlagssystem in unser Sortiment aufnehmen werden.

Smarte Lösungen von der Planung bis zur Praxis

Digitalisierung ist und bleibt ein Thema, auf das die komplette Branche aus allen erdenklichen Blickwinkeln eingehen muss. Von allgemeinen Trends über innovative Einzelfälle haben wir verschiedenste vielversprechende Patente und Entwicklungen für das digitale Zeitalter auf der interzum entdecken können:

  1. USB-Anschlüsse und Induktionsladegeräte sind auf der Messe allgegenwärtig. Kein Wunder. USB ist mittlerweile zum universellen Stromanschluss für akkubetriebene Elektro-Kleingeräte geworden. Da liegt es nahe, anstelle einer großen herkömmlichen Steckdose lieber den einen oder anderen schlanken USB-Port im Möbel zu integrieren. Wer nur sein Telefon laden möchte und sichtbare Anschlüsse als störend empfindet oder einfach maximalen Komfort sucht, kann auf eine Vielzahl an Induktionsladegeräten zurückgreifen, die das Handy durch die Arbeitsplatte hindurch aufladen können. Welches Patent am besten mit welcher Oberfläche funktioniert, planen wir in naher Zukunft ausgiebig zu testen.
  2. Etwas theoretischer, aber vielleicht sogar noch etwas spannender wurde es am Stand des Beschlagsherstellers Blum. Der präsentierte eine neue zeitgemäße Planungshilfe, deren Nutzerfreundlichkeit uns positiv überraschen konnte, und überträgt damit eines der wichtigsten Kriterien des digitalen Zeitalters auf sein Beschlagssortiment.
  3. Wer große Visionen und Zukunftsmusik suchte, wurde bei Blum ebenfalls fündig: Der Beschlagshersteller stellte sein Konzept vom Möbel der Zukunft vor, das über eine Schnittstelle für die gängigen Sprachassistenten beispielsweise auf Kommando einen Auszug öffnet, sodass der Anwender die Getränkekiste, die er einräumen möchte, nicht zwischendurch abstellen muss. Auch der Geschirrspüler kann so bequem geöffnet werden, wenn man mit vollen Händen davor steht. Ob und wann dieses Konzept so, wie es hier präsentiert wurde, Realität wird, ist zwar noch nicht geklärt. Die Möglichkeiten, die neue digitale Technologien im Möbelsektor bieten, werden jedoch eindrucksvoll veranschaulicht.

Kreativer Einsatz von Beschlägen

Wir bleiben noch einen Augenblick am Messestand von Blum. Der besticht nämlich nicht nur durch Innovation im digitalen Bereich. Dem Beschlagshersteller gelingt es doch tatsächlich uns als langjährige Kunden erneut für seine Produktpalette zu begeistern: Blum stellt Möbel aus, in denen nicht nur unheimlich viele verschiedene Beschlagssysteme so integriert wurden, dass sich jede Tür und jeder Auszug auf eine andere, überraschende Weise öffnet. Die Beschläge werden zudem gezielt zweckentfremdet, um die Möglichkeiten aufzuzeigen, die der kreative Einsatz von Blum-Produkten eröffnet. So setzen die Designer von Blum beispielsweise Schubkasten-Beschläge ein, um einen Rollcontainer mit einem Handgriff zum Steharbeitsplatz zu machen oder Kleiderstangen bequem aus einer Nische hervorholen zu können. Für uns steht schnell fest: Diese Methode zur Präsentation und Neuinterpretation von Beschlägen ist etwas, das wir uns in unserer Ausstellung sehr gut vorstellen können.

Ergonomische Organisation im Eckschrank

Mit Peka treffen wir auf der interzum einen weiteren Beschlagshersteller an, auf den wir bereits große Stücke halten. Auf der Holz-Handwerk 2018 in Nürnberg hatte es uns bereits dessen Schuh-Organisationssystem schwer angetan. Die clevere und wertige Lösung für Garderobenschränke haben wir seitdem mehrfach verbaut. So auch bei einem unserer letzten Komplettausbauprojekte im Privatbereich. Mit Magic Corner Comfort geht Peka nun den nächsten Bereich an, der dringend eine ergonomische Organisationslösung benötigt: Den Eck-Unterschrank in der Küche. Der Beschlagshersteller präsentiert auf der interzum eine Lösung, die das klassische Rondell und sämtliche andere uns bekannten Eckschrank-Lösungen in den Schatten stellt. Magic Corner Comfort besteht aus einem ausgeklügelten Schienensystem, auf dem sich unglaublich leichtgängig zwei in jeweils zwei Ebenen organisierte Auszugselemente herausfahren lassen. Egal wie weit hinten im Schrank und ganz gleich wie schwer: Sie erreichen bequem alles, was Sie in diesem revolutionären Organisationssystem verstauen. Definitiv ein Produkt, das wir in Zukunft empfehlen werden.

Präsentation durch LED-Beleuchtung

Ebenfalls ein klarer Trend auf der interzum: LED-Beleuchtung für Vitrinen und Schränke. Hier finden sich die verschiedensten Lösungen unterschiedlicher Hersteller, die erstmals speziell auf die Innenbeleuchtung von Präsentationsmöbeln ausgelegt sind. Darüber freuen wir uns sehr, denn einige der optisch wirklich ansprechenden Leuchtmittel müssen sich wirklich nicht verstecken, was uns aufwendige Sonderkonstruktionen erspart.

Möbelgriffe mit aufregenden Formen und Oberflächen

Bei vielen Beschlagsherstellern begegnen uns Trends wieder, die wir bereits auf den Messen im März entdeckt hatten: Schwarzstahl und schwarz pulverbeschichtete Oberflächen bestimmen auch weiterhin die Produktpalette vieler Hersteller insbesondere von Möbelgriffen. Aber auch in der Formgestaltung lässt sich ein roter Faden erkennen. Schlichtheit und Schlankheit sind gefragt, jedoch oft mit einem kleinen extravaganten Twist. Das kann eine Welle sein, eine Lasche oder eine Aussparung, deren Effekt durch die allgemeine Geradlinigkeit optimal inszeniert wird. Allgemein lässt sich jedoch festhalten: Auf dem Beschlagsmarkt dominieren 2019 matte Farben und klare Formen.

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