Die neuesten Badezimmertrends direkt aus Mailand

Bei unserem Besuch auf der Salone del Mobile Milano 2018, der größten Möbelmesse der Welt, konnten wir unzählige Entdeckungen machen und inspirierende Eindrücke sammeln. So viele, dass wir uns entschlossen haben, uns auf drei Schwerpunktthemen zu beschränken und diese nach und nach als separate Beiträge zur Verfügung zu stellen. Andernfalls hätten wir einen sehr umfangreichen Roman veröffentlichen müssen. Und der wäre jetzt vermutlich immer noch nicht fertig.

Nachdem wir Ihnen also vergangene Woche die interessantesten Trends für den Wohnbereich präsentiert haben, die wir auf der Messe in Mailand entdecken konnten, geht es heute ins Badezimmer. Hier konzentrieren wir uns auf den Waschtisch als zentrales Element des Raumes.

Was wir bereits in Teil 1 unseres Messeberichts erläutert haben, gilt für das Badezimmer ebenso wie für den Wohnbereich: Das italienische Design ist dunkleren Farbtönen bei Holzarten und anderen Oberflächen gegenüber deutlich aufgeschlossener als der deutsche Geschmack. Es wird spannend sein, zu beobachten, ob in diesem Punkt ebenfalls bald eine Beeinflussung durch die Mailänder Trendsetter stattfindet. Gut möglich ist jedoch, dass die Kombination aus hellen Farbtönen und Eiche auch weiterhin die deutsche Innenarchitektur-Landschaft bestimmen wird. Wie auch bei den Wohntrends sind wir uns aber sicher, dass viele der Designkonzepte und Details, die wir auf der Messe in Augenschein nehmen konnten, in Zukunft auch in deutschen Badezimmern anzutreffen sein werden.

Aufregende Oberflächen, effektvolle Materialkombinationen und Aufsatzwaschbecken dominieren als Gestaltungsmerkmale bei Waschtischen

Waschtische mit aufregenden Oberflächen

Oberflächen sind ein überaus mächtiges Gestaltungselement. Das gilt für Waschtisch und Badezimmer allgemein genauso wie für Mediamöbel im Wohnbereich. Struktur und Farbe insbesondere aber auch die Haptik von Oberflächen und Materialien haben ganz entscheidenden Einfluss auf den Charakter von Möbeln und ganzen Räumen. Mineralwerkstoffe sind aus hochwertigen Badezimmern nicht mehr weg zu denken. Den Mineralwerkstoff Corian verwenden wir selbst schon seit Jahren bevorzugt für Waschtische, aber auch für andere Möbel im Privat- wie im Objektausbau. Und zwar aufgrund seiner unglaublichen Kombination an Eigenschaften:

  • Die matte Oberfläche und die anschmiegsame Haptik verleihen Mineralwerkstoffen wie Corian, HiMacs, Staron und Avonite eine besonders wertige Ausstrahlung.
  • Mineralwerkstoff ist außerdem gut zu verarbeiten: Freie Formen aus einem Stück ohne jedwede Fugen lassen sich problemlos realisieren. Das macht ihn zum idealen Material für Küche und Bad.
  • Die von uns verwendeten Mineralwerkstoffe sind unempfindlich gegenüber Flüssigkeiten, antibakteriell und denkbar leicht zu reinigen. Sollten doch einmal hartnäckige Verschmutzungen oder Kratzer in der robusten Oberfläche auftreten, lässt diese sich ebenfalls ganz einfach auffüllen oder abschleifen.
  • Durch Beimengung von Farbpigmenten zur Rohmasse können alle denkbaren Farbnuancen realisiert werden. So ist garantiert, dass Mineralwerkstoff sich perfekt in beinahe jedes Innenausbaukonzept einfügt.

Die Aussteller in Mailand kombinieren das Wunder-Material mit verschiedenen hochwertigen Hölzern. Wie für die aktuelle Trendlandschaft in Italien typisch sind dies vornehmlich dunkle Oberflächen wie Räuchereiche oder Nussbaum. Dass Corian aber auch neben hellem Eichenholz eine richtig gute Figur macht, haben verschiedene Waschtisch-Projekte von Hammer Margrander Interior bereits bewiesen.

Ebenfalls schon beinahe zum Standard geworden scheint eloxiertes Aluminium als hochwertige Oberfläche für Beschläge. Blenden und funktionelle Details wie Seifenspender und Handtuchhalter. Ganz klarer Badezimmertrend sind darüber hinaus Aufsatzwaschbecken mit interessanten Oberflächen. Die Ausführung als Halbschale oder Freiform ohne Versenkung in der Tischplatte ermöglicht, die Außenseite des Waschbeckens aufsehenerregend zu gestalten. Auch mit Materialien, die man sonst eher selten im Badezimmer antrifft, zum Beispiel Blattgold.

Organisieren & Präsentieren im Badezimmer

Stauraum ist einer der wichtigsten Aspekte eines Waschtisches. Und zwar nicht nur im Sinne von Volumen, sondern viel wichtiger: Organisierter Stauraum, der uns den Alltag erleichtert, in dem er funktionell unsere tägliche Routine unterstützt. Das ist gewissermaßen ein ewig andauernder Badezimmertrend.In dieser Kategorie hat uns besonders gut eine Kombination aus Badewanne und Sideboard gefallen. Oder ein Waschtisch mit Badewanne anstelle eines Waschbeckens? In jedem Fall ein außergewöhnliches, praktisches und elegantes Konzept.

In Sachen Organisation von Badutensilien konnten wir sonst zwar keinen revolutionären Trend entdecken, jedoch eine Vielzahl besonders hochwertiger und zweckoptimierter Neuinterpretationen bestehender Konzepte. Besonders elegant gestaltete Schubkästen mit sinnvoller Aufteilung und Push-to-Open-Funktion beispielsweise, die auf sichtbare Griffe verzichten oder im Trockenbau versenkte Spiegelschränke. Allgemein setzt man auf unsichtbaren Stauraum und klare Linien. Akzente werden hauptsächlich durch Materialkombinationen und Licht gesetzt. Ein Motiv, das sich offensichtlich durch alle Bereiche des zeitgemäßen Innenausbaus zieht.

Badezimmer, Bluetooth und Beleuchtung

Ein unübersehbarer Wohntrend der letzten Jahre hält mehr und mehr Einzug ins Badezimmer. Die Integration von elektronischen Geräten in Waschtische und andere Badezimmermöbel geht längst über Handtuchtrockner und Spiegelbeleuchtung hinaus. Dieser Badezimmertrend lässt erahnen, dass Waschtische und Mediamöbel sich bald nicht mehr ausschließen müssen. Möglicherweise ist der Begriff Mediamöbel in einigen Jahren passé, weil er dann auf die meisten Möbel zutrifft. Ob sich dann wohl ein neuer Begriff für diese Kategorie entwickelt? Oder wird die Geräte-Integration so selbstverständlich sein, dass wir schlicht von Möbeln sprechen werden? Man darf gespannt sein.

Soundsysteme mit Bluetooth finden sich in erstaunlich vielen Badezimmerkonzepten auf der Messe. Eigentlich nicht verwunderlich. Nicht nur, dass durch die Möglichkeit einer umfassenden Vernetzung im Smart Home immer mehr Technologie Einzug in den Innenausbau hält. Musik ergänzt in idealer Weise das sinnliche Erlebnis, das selbst der routinemäßige Aufenthalt im Bad sein sollte. Wer die tägliche Badroutine besonders effizient gestalten möchte, kann auch einen Bildschirm in seinen Spiegel integrieren lassen, der Beispielsweise die Uhrzeit, aktuelle Nachrichten, das Wetter und Aktienkurse vom Smartphone streamt und eine Bedienung mittels Gestensteuerung erlaubt.

Wesentlich häufiger sind aktuell aber noch technische Details, die sich stärker an den in Badezimmern üblichen Tätigkeiten orientieren: Spiegelheizungen etwa verhindern auch nach einem heißen Bad das Beschlagen des Spiegels. Beleuchtung, teilweise als Schminkbeleuchtung in den Spiegel integriert, teilweise indirekt oder als Raumbeleuchtung ausgeführt, wird stärker ausdifferenziert. Dazu dient vor allem dynamische Lichtsteuerung, die nicht nur im Badezimmer nützlich sein wird. Diese erlaubt eine wirkungsorientierte Einstellung der Lichttemperatur zwischen 2700 und 5000 Kelvin. Das heißt von sehr warmem Warmweiß bis zu einem neutralen Kaltweiß. Die dynamische Lichtsteuerung stellt dabei eine gleichmäßige Lichttemperatur und Ausleuchtung sicher.

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